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Assad verpflichtet sich laut Moskau zu Ende der Gewalt
02/07 | 20:34 GMT

©AFP/SANA
Syriens Staatschef Baschar al-Assad (l.) hat sich nach Aussage des russischen Außenministers Sergej Lawrow (r.) zur Beendigung der Gewalt in seinem Land verpflichtet. Das US-Außenministerium reagierte skeptisch auf das Versprechen.

©AFP/SANA
Assad (l.) und Lawrow
Moskau (AFP) - Syriens Staatschef Baschar al-Assad hat sich nach Aussage des russischen Außenministers Sergej Lawrow zur Beendigung der Gewalt in seinem Land verpflichtet. Assad sei entschlossen, sich für ein Ende der Gewalt einzusetzen, "von wo sie auch kommt", sagte Lawrow in Damaskus. Das US-Außenministerium reagierte skeptisch auf das Versprechen Assads, die Gewalt in seinem Land zu beenden. In Berlin wurden zwei mutmaßliche syrische Spione festgenommen, die in Deutschland lebende Oppositionelle ausgeforscht haben sollen.

©AFP/Youtube
Bestattung eines Gewaltopfers in Kafr Nabl
Nach Aussage Lawrows sprach sich Assad für eine Fortsetzung und Ausweitung der Beobachtermission der Arabischen Liga aus. Assad wolle außerdem ein Datum für ein Referendum über die neue Verfassung ankündigen, die in den vergangenen Monaten ausgearbeitet worden war. Russland wolle sich für eine Lösung der Krise auf der Grundlage des Plans der Arabischen Liga einsetzen, sagte Lawrow.
Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland sagte, dass die Führung in Damaskus Monat für Monat die gleichen Angebote vorlege, während gegen die Opposition immer härter vorgegangen werde. "Wie uns das zu einer Art friedlichem internationalem Dialog über eine demokratische Zukunft für Syrien bringen soll (...), ist nicht sehr klar."

©AFP / Louai Beshara
Assad-Anhänger in Damaskus
Russland hatte wie China am Samstag im UN-Sicherheitsrat eine Resolution zur Unterstützung des Plans der Arabischen Liga blockiert. Der Plan sieht neben einem Rückzug der Armee aus den Städten auch die Übergabe der Macht von Präsident Assad an seinen Stellvertreter vor. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana vermeldete, Assad habe "die Entschlossenheit Syriens betont, bei allen Anstrengungen für eine Verbesserung der Stabilität des Landes zu kooperieren".

©AFP/Youtube
Youtube-Bilder von Leichen in Homs
Ungeachtet der Zusagen Assads beschossen Sicherheitskräfte weiter die Rebellenhochburg Homs. Dabei wurden nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 15 Zivilisten getötet. Wie die in London ansässige Organisation mitteilte, wurden in der seit Tagen von der Armee belagerten Stadt Sabadani bei Damaskus fünf weitere Zivilisten getötet. Auch in Hula bei Homs sei ein Jugendlicher getötet worden.
Nach Großbritannien riefen auch Frankreich, Italien sowie Spanien und die Niederlande ihre Botschafter aus Syrien zu Beratungen nach Hause zurück. Die sechs Mitglieder des Golfkooperationsrats wiesen die syrischen Botschafter aus ihren Ländern aus und riefen ihre Botschafter aus Damaskus ab. Am Montag hatte bereits Washington seine Botschaft in der syrischen Hauptstadt aus Sicherheitsgründen geschlossen und das gesamte Personal abgezogen.

©AFP
Gewalt in Syrien
Deutschland will den seit dem 1. Februar vakanten Botschafterposten in Damaskus vorerst unbesetzt lassen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte in Berlin, er "denke nicht darüber nach", den Posten neu zu besetzen. Der bisherige Botschafter in Damaskus, Andreas Reinicke, ist seit dem 1. Februar neuer EU-Sonderbeauftragter für den Nahen Osten.
Westerwelle ließ zudem wegen der in Berlin festgenommenen Syrer den syrischen Botschafter in Deutschland einbestellen. Den mutmaßlichen Spionen wird nach Angaben der Bundesanwaltschaft vorgeworfen, jahrelang planmäßig syrische Oppositionelle ausgeforscht zu haben.
Der einflussreiche US-Senator John McCain forderte eine Bewaffnung der Gegner Assads. "Wir sollten beginnen, alle Optionen zu erwägen, auch die Bewaffnung der Opposition", sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat von 2008 in Washington. "Das Blutvergießen muss gestoppt werden."
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Kältetote in Europa
02/07 | 14:47 GMT
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Robert Downey Jr. wird zum zweiten Mal Vater
02/07 | 21:16 GMT

©AFP/Getty Images / Jason Merritt
Der US-Schauspieler Robert Downey Jr. ist zum zweiten Mal Vater geworden. Seine Ehefrau Susan brachte nach einem US-Medienbericht in Los Angeles den Sohn Exton Elias zur Welt.

©AFP/Getty Images / Jason Merritt
Robert Downey Jr. zum zweiten Mal Vater
Washington (AFP) - Der US-Schauspieler Robert Downey Jr. ist zum zweiten Mal Vater geworden. Seine Ehefrau Susan brachte am Dienstagmorgen in Los Angeles den Sohn Exton Elias zur Welt, wie das US-Promimagazin "People" auf seiner Internetseite berichtete. "Alle sind wohlauf und sie könnten nicht glücklicher sein", zitierte das Magazin einen Freund des Paares. Downey Jr. hat bereits einen 18-jährigen Sohn aus einer früheren Ehe.
Der 46-jährige Hollywood-Star spielte zuletzt unter anderem in dem Abenteuerfilm "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" und der Komödie "Stichtag" mit.

UNTERHALTUNG
Robert Downey Jr. wird zum zweiten Mal ...Probe-Passagiere testen neuen Berliner Flughafen
02/07 | 15:53 GMT

©AFP / Bernd Settnik
Am neuen Flughafen Berlin-Brandenburg International (BER) haben die ersten Passagiere probeweise eingecheckt. Damit läutete die Flughafengesellschaft die heiße Phase vor der Eröffnung des Flughafens am 3. Juni dieses Jahres ein.

©AFP / Bernd Settnik
Check-In auf Probe
Berlin (AFP) - Am neuen Flughafen Berlin-Brandenburg International (BER) haben die ersten Passagiere probeweise eingecheckt. Damit läutete die Flughafengesellschaft die heiße Phase vor der Eröffnung des Flughafens am 3. Juni dieses Jahres ein. "Es war beruhigend zu sehen, wie gelassen die Komparsen durch die Abläufe gekommen sind", sagte Manfred Körtgen, technischer Geschäftsführer des BER, "die Prozesse scheinen zu funktionieren."
Getestet wurden mit 250 Komparsen alle Abläufe einer Flugreise: Check-in mit Gepäck, Sicherheitskontrollen und Boarding. Lediglich das Abheben fiel aus - der Probelauf endete am Flugsteig. Insgesamt 10.000 Komparsen werden bis Mai "Passagiere auf Probe" spielen und die Abläufe am Boden simulieren.
Der Flughafen, der nach dem früheren Bundeskanzler "Willy-Brandt-Airport" heißt, wird den Flugbetrieb von den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld übernehmen. Beide werden zum 2. Juni schließen. BER soll eine Startkapazität von 27 Millionen Passagieren haben. 2011 flogen rund 24 Millionen Passagiere von Berliner Flughäfen, sagte Körtgen. Der neue Flughafen wird 2,5 Milliarden Euro kosten.

WIRTSCHAFT
Probe-Passagiere testen neuen Berliner ...Ashton Kutcher folgt Charlie Sheen bei US-Serie nach
05/14 | 08:57 GMT

©AFP/Getty Images / Mike Stobe
Ashton Kutcher soll Skandalschauspieler Charlie Sheen bei der erfolgreichen US-Serie "Two and a Half Men" nachfolgen. Dort war Sheen vor zwei Monaten rausgeworfen worden, nachdem er mit Drogeneskapaden und zunehmend wirren Interviews Aufsehen erregt hatte. (Archivbild)

©AFP/Getty Images / Mike Stobe
Ashton Kutcher
Los Angeles (AFP) - Zwei Monate nach dem Rauswurf von Skandalschauspieler Charlie Sheen haben die Produzenten der US-Erfolgsserie "Two and a Half Men" Ersatz gefunden: Ashton Kutcher soll neu in die Serie einsteigen, wie CBS und Warner Bros mitteilten. "Ich kann es gar nicht erwarten, mich mit diesem wahnsinnig talentierten Team an die Arbeit zu machen", sagte Kutcher. Er könne Charlie Sheen zwar nicht wirklich ersetzen, aber er werde alles tun, um die Zuschauer der Komödie zum Lachen zu bringen.
Sheen, der im Streit bei der Serie ausgeschieden war, warnte den 37-Jährigen umgehend: Im Umgang mit "Two and a Half Men"-Produzent Chuck Lorre gebe es "keine Luft, kein Gelächter, keine Loyalität oder Liebe", sagte er der Prominachrichten-Website TMZ.

©AFP/Getty Images / Ethan Miller
Charlie Sheen
Sheen war im März bei der Erfolgsserie um einen Macho-Junggesellen rausgeworfen worden, die aktuelle Staffel wurde abgebrochen. Er fordert von Warner Bros hundert Millionen Dollar (70 Millionen Euro) Schadenersatz wegen Vertragsbruchs. Die Dreharbeiten für die neunte Staffel der Serie sollen laut CBS im Sommer beginnen, die ersten neuen Folgen sollen im Herbst in den USA laufen. Ob Kutcher, der mit der US-Schauspielerin Demi Moore verheiratet ist, in der Serie Sheens Rolle übernehmen oder als neue Figur einsteigen soll, blieb zunächst offen.

MAGAZIN
Ashton Kutcher folgt Charlie Sheen bei US-Serie ...Brustimplantate: Gericht verurteilt Chirurgen und Klinik
02/07 | 18:00 GMT

©AFP / Leo Ramirez
Weil sie vor dem Einsetzen von Billig-Brustimplantaten nicht ausreichend über das Risiko informiert wurde, ist eine Frau in Spanien eine Schadenersatzzahlung in Höhe von 7455 Euro zugesprochen worden. Das Archivfoto zeigt die Entfernung eines geplatzten Brustimplantats.

©AFP / Leo Ramirez
Entferung eines defekten Brustimplantats
Madrid (AFP) - Im Skandal um minderwertige Brustimplantate der französischen Firma PIP ist in Spanien ein erstes Urteil gefallen. Ein Gericht in Madrid sprach einer Patientin eine Schadenersatzzahlung in Höhe von 7455 Euro zu, weil sie vor dem Einsetzen der Silikoneinlagen nicht ausreichend über das Risiko informiert worden sei. Ein Schönheitschirurg und eine Klinik in Madrid waren in dem Fall die Beklagten.
Die französische Firma PIP hatte bei ihren Brustimplantaten jahrelang medizinisches Silikongel durch billigeres Industriesilikon ersetzt. Weltweit wurden die Kissen hunderttausenden Frauen eingesetzt, in Deutschland sollen etwa 10.000 Frauen betroffen sein. Die Einlagen rissen häufiger und werden für Entzündungen verantwortlich gemacht. Ein Zusammenhang mit 20 Krebsfällen in Frankreich ist allerdings bisher nicht bewiesen.
In Madrid urteilte das Gericht nun, dass der Schönheitschirurg und die Klinik ihrer "Informationspflicht" nicht nachgekommen seien. In den Informationen, die die Patientin vor dem Eingriff erhalten habe, sei "in keiner Weise auf die Möglichkeit von Rissen der Implantate hingewiesen" worden. Dies sei aber bei solchen Operationen ein Risiko, selbst wenn die PIP-Prothesen sich nicht als defekt herausgestellt hätten.
Die Frau war im April 2001 operiert worden, im März 2008 riss eines der Implantate. Die französischen Behörden hatten erst im März 2010 wegen der Unregelmäßigkeiten bei PIP Alarm geschlagen und diese Silikoneinlagen verboten.
In einem bisher einzigartigen Aufruf hatten die Behörden in Frankreich rund 30.000 Frauen empfohlen, sich die PIP-Silikonkissen vorsichtshalber wieder entfernen zu lassen. Der Empfehlung schloss sich Anfang Januar auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für Deutschland an. Im südfranzösischen Marseille liegen mehr als 2500 Klagen von Frauen im Zusammenhang mit dem PIP-Skandal vor.



